Gastartikel gehören zu den effektivsten Methoden, um hochwertige Backlinks aufzubauen und gleichzeitig deine Expertise zu zeigen. Doch zwischen einem Gastartikel, der dein Ranking pusht, und einem, der deine Zeit verschwendet, liegen Welten.
Der Unterschied liegt nicht im Schreiben selbst, sondern in der Auswahl der richtigen Publikationen. In diesem Ratgeber zeige ich dir, wie du Plattformen findest, die deinem SEO wirklich helfen.
Das Wichtigste in Kürze
- Qualität vor Quantität: Ein Gastartikel auf einer autoritären Website bringt mehr als zehn auf schwachen Blogs
- Thematische Relevanz entscheidet: Links von branchennahen Seiten sind deutlich wertvoller
- Redaktionelle Standards prüfen: Websites, die jeden Beitrag annehmen, sind für SEO wertlos
- Traffic und Engagement beachten: Eine aktive Leserschaft bringt neben dem Link auch echte Besucher
- Langfristige Beziehungen aufbauen: Die besten Gastautoren-Möglichkeiten entstehen durch Networking
Warum Gastartikel immer noch funktionieren
Google hat in den letzten Jahren viele Linkaufbau-Taktiken entwertet. Artikel-Verzeichnisse, Kommentar-Spam, Link-Tausch-Netzwerke – alles Geschichte. Doch hochwertige Gastartikel funktionieren nach wie vor, weil sie das tun, was Google belohnen will: echten Mehrwert schaffen.
Ein guter Gastartikel ist keine SEO-Taktik im engeren Sinne. Er ist ein Beitrag zu einer Publikation, der den Lesern hilft. Der Backlink ist ein Nebeneffekt, nicht der Hauptzweck. Genau deshalb funktioniert diese Methode weiterhin, während andere längst abgestraft werden.
Bei Volkweb setzen wir Gastartikel gezielt ein, um die Offpage-Optimierung unserer Kunden zu stärken. Der Schlüssel liegt in der Auswahl der Plattformen. Nicht jeder Blog, der Gastbeiträge akzeptiert, ist deine Zeit wert.
Die Kriterien für wertvolle Gastbeitrag-Möglichkeiten
Bevor du auch nur eine Minute in die Recherche investierst, musst du wissen, wonach du suchst. Diese Kriterien unterscheiden wertvolle von wertlosen Möglichkeiten.
Die Domain Authority ist ein erster Anhaltspunkt. Tools wie Moz oder Ahrefs zeigen dir, wie stark eine Website insgesamt ist. Eine Domain Authority über 40 ist gut, über 60 ist sehr gut. Aber Vorsicht: Die Zahl allein reicht nicht. Eine DA von 50 in deiner Branche ist wertvoller als eine DA von 70 auf einer themenfremden Seite.
Thematische Relevanz ist mindestens genauso wichtig. Google bewertet Kontext. Ein Link von einem Fachportal für deine Branche signalisiert: Diese Website ist relevant für dieses Thema. Ein Link von einem allgemeinen Blog ohne thematischen Bezug ist deutlich weniger wert.
Die redaktionellen Standards zeigen dir, ob eine Website seriös arbeitet. Wenn eine Plattform jeden eingereichten Artikel ohne Prüfung veröffentlicht, wird Google das erkennen. Gute Publikationen haben Qualitätsansprüche, ein Review-Verfahren und lehnen auch Beiträge ab.
Wo du die richtigen Publikationen findest
Die Recherche nach geeigneten Plattformen ist systematische Arbeit. Hier sind die effektivsten Methoden.
Starte mit einer Google-Suche nach deinem Thema plus Begriffen wie „Gastbeitrag“, „Gastartikel“, „schreib für uns“ oder „Autor werden“. Viele Websites haben dedizierte Seiten für Gastautoren. Die ersten Ergebnisse dieser Suche sind oft die etabliertesten Plattformen.
Analysiere die Backlinks deiner Wettbewerber. Tools wie Ahrefs oder Semrush zeigen dir, woher deine Konkurrenten ihre Links bekommen. Wenn ein Wettbewerber auf einer relevanten Website einen Gastartikel hat, kannst du dort vermutlich auch pitchen.
Branchenverzeichnisse und Fachportale sind oft übersehen, aber wertvoll. Viele Handwerkskammern, Verbände oder Fachmedien akzeptieren Expertenbeiträge. Diese haben oft hohe Autorität und perfekte thematische Relevanz.
LinkedIn ist eine unterschätzte Quelle. Viele Redakteure und Blog-Betreiber sind dort aktiv. Folge ihnen, interagiere mit ihren Inhalten, baue eine Beziehung auf. Der Pitch kommt später von selbst.
Red Flags: Diese Websites solltest du meiden
Nicht jede Website, die Gastartikel akzeptiert, ist eine gute Wahl. Manche können deinem Ranking sogar schaden.
Websites, die für Gastbeiträge Geld verlangen, sind problematisch. Google betrachtet bezahlte Links als Verstoß gegen die Richtlinien. Selbst wenn der Artikel gut ist – wenn der Link gekauft ist, wird er entwertet oder bestraft.
Plattformen ohne erkennbares Publikum verschwenden deine Zeit. Wenn eine Website keinen Traffic hat, keine Social-Media-Präsenz und keine Kommentare unter Artikeln, dann bringt auch der Backlink wenig. Google bewertet auch Nutzersignale.
Sogenannte „Guest Post Farms“ sind reine Linkschleudern. Sie existieren nur, um Gastbeiträge zu sammeln und Links zu verkaufen. Du erkennst sie an wahllosem Themenmix, keinem echten Impressum und Artikeln, die offensichtlich nur für SEO geschrieben wurden.
Achte auf diese Warnsignale:
- Keine Kontaktinformationen oder Impressum
- Beiträge zu komplett unterschiedlichen Themen ohne erkennbaren Fokus
- Übermäßig viele „Sponsored“ oder „Guest Post“ Artikel
- Geringe oder keine Social-Media-Aktivität
- Kommentarsektionen voller Spam
Der perfekte Pitch: So bekommst du Zusagen
Du hast die richtigen Plattformen gefunden. Jetzt musst du überzeugen. Ein guter Pitch entscheidet über Zusage oder Absage.
Personalisiere jede Anfrage. Redakteure erkennen Copy-Paste-Mails sofort. Zeige, dass du die Publikation kennst. Beziehe dich auf konkrete Artikel, die dir gefallen haben. Erkläre, warum dein Thema zur Zielgruppe passt.
Pitche konkrete Themenideen, nicht nur dich selbst. „Ich würde gerne einen Gastartikel schreiben“ ist schwach. „Ich möchte über die 5 häufigsten Fehler bei der PV-Installation schreiben, die ich in 10 Jahren Praxis gesehen habe“ ist stark. Je konkreter und einzigartiger dein Vorschlag, desto höher die Chance.
Zeige deine Expertise. Verlinke auf bereits veröffentlichte Artikel, dein LinkedIn-Profil oder deine Website. Redakteure wollen wissen, dass du das Thema beherrschst. Relevante Veröffentlichungen sind der beste Beweis.
Halte den Pitch kurz. Redakteure sind beschäftigt. Drei bis vier Absätze reichen: Wer du bist, was du vorschlägst, warum es zur Publikation passt, und ein kurzer Expertise-Nachweis.
Den Gastartikel richtig schreiben
Du hast eine Zusage. Jetzt muss der Artikel liefern, was der Pitch versprochen hat.
Studiere den Stil der Publikation. Lies mindestens fünf bis zehn Artikel auf der Website. Wie lang sind sie? Welchen Ton haben sie? Wie sind sie strukturiert? Dein Beitrag sollte sich nahtlos einfügen, nicht wie ein Fremdkörper wirken.
Liefere echten Mehrwert. Das ist keine Werbung für dein Unternehmen. Es ist ein Artikel, der den Lesern hilft. Teile Wissen, das du sonst verkaufst. Gib konkrete Tipps, nicht nur oberflächliche Ratschläge. Die besten Gastartikel sind so gut, dass Leser mehr von dir wollen.
Platziere deinen Link natürlich. Ein Link in der Autorenbox ist Standard und akzeptiert. Links im Text sollten nur dort stehen, wo sie dem Leser wirklich weiterhelfen. Überoptimierte Ankertexte fallen auf und können abgelehnt werden. Ein natürlicher Link wie „mehr zum Thema Backlinks aufbauen“ funktioniert besser als „beste SEO Agentur Hannover“.
Halte dich an die Vorgaben. Wenn die Publikation 1.500 Wörter will, liefere 1.500 Wörter. Wenn sie bestimmte Formatierungen verlangt, halte dich daran. Profis liefern, was vereinbart wurde.
Die Autor-Bio optimieren
Deine Autorenbox ist oft der einzige Platz für einen garantierten Backlink. Nutze ihn klug.
Halte die Bio kurz und relevant. Zwei bis drei Sätze reichen. Wer bist du? Was ist deine Expertise? Warum sollten Leser dir vertrauen? Vermeide Marketing-Sprech und bleibe authentisch.
Verlinke strategisch. Wenn du einen Link setzen darfst, wähle weise. Deine Startseite ist eine Option, aber eine spezifische Landing Page oder ein relevanter Ratgeber kann mehr bringen. Überleg dir, welche Seite du stärken möchtest.
Füge einen Call-to-Action ein, wenn erlaubt. „Mehr Tipps zu SEO findest du im Volkweb-Ratgeber“ ist besser als nur ein nackter Link. Du willst nicht nur den Backlink, sondern auch interessierte Leser.
Nachbereitung: Den Wert maximieren
Der Artikel ist veröffentlicht. Deine Arbeit ist noch nicht vorbei.
Teile den Artikel auf deinen eigenen Kanälen. LinkedIn, Newsletter, Social Media – je mehr Reichweite der Beitrag bekommt, desto wertvoller wird er für die Publikation. Das erhöht die Chance auf weitere Einladungen.
Beantworte Kommentare. Wenn Leser unter deinem Artikel diskutieren, sei präsent. Das zeigt Engagement und baut Beziehungen zur Community der Publikation auf.
Tracke die Ergebnisse. Wie entwickelt sich das Ranking der verlinkten Seite? Wie viel Referral-Traffic kommt? Diese Daten helfen dir, zukünftige Gastbeitrag-Möglichkeiten besser zu bewerten.
Pflege die Beziehung zum Redakteur. Ein freundliches Dankeschön nach Veröffentlichung kostet nichts und öffnet Türen für zukünftige Kooperationen. Die besten Gastautoren werden irgendwann eingeladen, statt pitchen zu müssen.
Gastartikel als Teil deiner SEO-Strategie
Gastartikel sind kein isoliertes Taktik-Element. Sie fügen sich in deine gesamte SEO-Strategie ein.
Koordiniere mit deiner Content-Strategie. Welche Themen behandelst du auf deinem eigenen Blog? Welche extern? Idealerweise ergänzen sich beide. Der Gastartikel kann auf Themen aufbauen, die du auf deiner Website vertiefst.
Verteile deine Linkziele strategisch. Nicht jeder Gastartikel muss zur Startseite verlinken. Verlinke auf Unterseiten, die du im Ranking stärken willst. Eine durchdachte interne Verlinkung verteilt diese externe Linkpower dann auf deiner gesamten Website.
Plane langfristig. Ein Gastartikel pro Quartal bringt wenig. Kontinuierlicher Aufbau über Monate und Jahre zeigt Wirkung. Setze dir realistische Ziele – zwei bis vier hochwertige Gastbeiträge pro Monat sind für die meisten Unternehmen ein guter Richtwert.
Die rechtliche Seite: Worauf du achten musst
Gastartikel bewegen sich in einem Graubereich, wenn es um Kennzeichnungspflichten geht.
Bezahlte Beiträge müssen als Werbung gekennzeichnet werden. Wenn du für die Veröffentlichung zahlst oder eine andere Gegenleistung erbringst, muss das transparent sein. Nicht gekennzeichnete bezahlte Inhalte können rechtliche Konsequenzen haben.
Echte Gastbeiträge ohne Bezahlung sind in der Regel unproblematisch. Du lieferst Content, die Publikation bekommt einen Artikel, du bekommst Reichweite und einen Link. Das ist legitimer Mehrwert für beide Seiten.
Im Zweifel: Transparenz schadet nie. Wenn du unsicher bist, sprich mit der Publikation über die Kennzeichnung.
Häufig gestellte Fragen zu Gastartikeln
Wie viele Gastartikel sollte ich pro Monat veröffentlichen?
Qualität schlägt Quantität. Zwei bis vier hochwertige Gastartikel pro Monat auf relevanten, autoritären Websites sind für die meisten Unternehmen ideal. Mehr ist möglich, aber nur wenn die Qualität stimmt.
Ein plötzlicher Anstieg von null auf zwanzig Gastartikel monatlich sieht für Google unnatürlich aus. Baue kontinuierlich auf, nicht sprunghaft.
Sollte ich für Gastartikel-Platzierungen bezahlen?
Grundsätzlich nein. Bezahlte Links verstoßen gegen Googles Richtlinien und können zu Abstrafungen führen. Manche Premium-Publikationen verlangen eine Gebühr für die redaktionelle Bearbeitung – das ist ein Graubereich.
Wenn du zahlst, sollte der Link mit „nofollow“ oder „sponsored“ gekennzeichnet sein. Für SEO-Zwecke sind organisch verdiente Gastartikel ohne Bezahlung die sicherste und langfristig wertvollste Option.
Wie finde ich heraus, ob eine Website gute Domain Authority hat?
Nutze kostenlose Tools wie den Moz Link Explorer oder die Ahrefs Webmaster Tools. Sie zeigen die Domain Authority bzw. Domain Rating an. Werte über 40 sind solide, über 60 sehr gut. Aber verlasse dich nicht nur auf die Zahl.
Prüfe auch Traffic (mit SimilarWeb), thematische Relevanz und redaktionelle Qualität. Eine DA von 35 auf einem perfekt passenden Fachportal kann wertvoller sein als DA 70 auf einem themenfremden Blog.
Wie lang sollte ein Gastartikel sein?
Richte dich nach den Vorgaben der Publikation. Wenn keine genannt werden, orientiere dich an den bestehenden Artikeln auf der Website. Generell gilt: Lieber zu ausführlich als zu dünn.
1.200 bis 2.000 Wörter sind ein guter Richtwert für tiefgehende Fachbeiträge. Kurze 500-Wörter-Artikel werden seltener akzeptiert und bringen weniger Wert – weder für Leser noch für SEO.
Kann Google Gastartikel als Linkaufbau-Taktik erkennen und abstrafen?
Google kann Muster erkennen. Wenn du hunderte Gastartikel mit immer gleichem Ankertext auf minderwertigen Seiten veröffentlichst, wird das auffallen. Hochwertige Gastartikel auf relevanten Publikationen mit natürlicher Verlinkung sind dagegen genau das, was Google fördern will: echter Mehrwert für Nutzer.
Der Unterschied liegt in der Qualität und Authentizität. Solange deine Gastartikel wirklich gut sind und echten Lesern helfen, hast du nichts zu befürchten.



