Der größte Irrtum beim Thema SEO-Texte: Viele glauben, sie müssten sich entscheiden – entweder für Google optimieren oder für Menschen schreiben. Das Gegenteil ist wahr.
Die besten SEO-Texte sind genau die, die Leser wirklich weiterbringen. Google ist mittlerweile so intelligent, dass es erkennt, welche Inhalte echten Mehrwert bieten. In diesem Ratgeber zeige ich dir, wie du Texte schreibst, die beides schaffen: Rankings erobern und Kunden überzeugen.
Das Wichtigste in Kürze
SEO-Texte sind keine Keyword-Wüsten mehr, sondern hochwertige Inhalte mit strategischer Optimierung. Die Suchintention zu verstehen ist wichtiger als die perfekte Keyword-Dichte. Struktur und Lesbarkeit beeinflussen Rankings genauso wie der eigentliche Inhalt. Einzigartigkeit schlägt Länge – ein prägnanter Text übertrifft aufgeblähten Content. Und schließlich: Gute SEO-Texte entstehen durch Recherche, nicht durch Inspiration.
Warum die alte SEO-Text-Formel nicht mehr funktioniert
Vor zehn Jahren war SEO-Texten einfach: Keyword möglichst oft einbauen, 300 Wörter schreiben, fertig. Diese Zeiten sind vorbei. Google hat hunderte Updates durchgeführt, um genau solche oberflächlichen Texte zu erkennen und abzustrafen.
Heute bewertet Google Texte nach ihrer tatsächlichen Qualität. Der Algorithmus versteht Kontext, erkennt Synonyme und bewertet, ob ein Text die Frage des Suchenden wirklich beantwortet. Keyword-Stuffing wird bestraft, dünner Content ignoriert. Was zählt, ist echter Mehrwert.
Das bedeutet nicht, dass Keywords unwichtig geworden sind. Sie zeigen Google immer noch, worum es in deinem Text geht. Aber sie sind nur ein Teil des Puzzles – und nicht mehr der wichtigste.
Die Suchintention verstehen: Der erste Schritt
Bevor du auch nur ein Wort schreibst, musst du verstehen, was der Suchende wirklich will. Die gleiche Suchanfrage kann völlig unterschiedliche Intentionen haben.
Nimm das Keyword „Photovoltaik Kosten“. Will der Suchende einen groben Überblick? Eine detaillierte Aufschlüsselung nach Komponenten? Einen Vergleich verschiedener Anbieter? Oder sucht er nach Finanzierungsmöglichkeiten? Je nachdem, welche Intention du bedienst, sieht dein Text komplett anders aus.
Der beste Weg, die Suchintention zu verstehen: Schau dir die Top-10-Ergebnisse bei Google an. Was haben diese Seiten gemeinsam? Welche Fragen beantworten sie? Welches Format nutzen sie? Google zeigt dir damit, was Suchende erwarten – und was du liefern musst, um mitzuhalten.
Bei Volkweb starten wir jeden Text mit dieser Analyse. Ohne das Verständnis der Suchintention ist jede weitere Optimierung Zufall.
Recherche: Das Fundament jedes guten Textes
Die meisten mittelmäßigen SEO-Texte scheitern nicht an der Optimierung, sondern an der Recherche. Sie kratzen an der Oberfläche, wiederholen Allgemeinplätze und bieten nichts, was der Leser nicht schon woanders gefunden hätte.
Gute Recherche bedeutet, tiefer zu graben als die Konkurrenz. Lies nicht nur die ersten drei Google-Ergebnisse, sondern auch Fachbücher, Studien und Expertenmeinungen. Sprich mit echten Experten in deinem Unternehmen. Sammle Daten, Beispiele und Erfahrungen, die andere nicht haben.
Der Zeitaufwand für Recherche sollte mindestens genauso hoch sein wie für das Schreiben selbst. Ein gut recherchierter Text entsteht fast von selbst, weil du genau weißt, was du sagen willst. Ein schlecht recherchierter Text wird zur Qual – und das merkt man ihm an.
Die richtige Struktur: Orientierung für Leser und Google
Menschen lesen online anders als auf Papier. Sie scannen, springen zwischen Abschnitten und entscheiden in Sekunden, ob ein Text ihre Zeit wert ist. Eine klare Struktur ist deshalb kein Nice-to-have, sondern Pflicht.
Beginne mit dem Wichtigsten. Journalisten nennen das die umgekehrte Pyramide: Die Kernaussage kommt zuerst, Details folgen danach. Niemand sollte bis zum Ende scrollen müssen, um die Antwort auf seine Frage zu finden.
Nutze Zwischenüberschriften, um deinen Text zu gliedern. Sie helfen Lesern, schnell zu den relevanten Abschnitten zu springen. Gleichzeitig zeigen sie Google die thematische Struktur deines Textes. Eine H2-Überschrift alle 200-300 Wörter ist ein guter Richtwert.
Halte Absätze kurz. Auf dem Desktop sind drei bis vier Sätze pro Absatz ideal, auf dem Handy eher zwei bis drei. Lange Textblöcke schrecken ab und erhöhen die Absprungrate – ein Signal, das Google registriert.
Keywords natürlich einbauen
Ja, Keywords gehören in deinen Text. Aber nicht zwanghaft, nicht übertrieben und vor allem nicht auf Kosten der Lesbarkeit.
Dein Hauptkeyword sollte im Titel, in der H1-Überschrift, in den ersten 100 Wörtern und in mindestens einer Zwischenüberschrift vorkommen. Darüber hinaus reicht es, wenn es natürlich im Text erscheint – so oft, wie es eben passt.
Wichtiger als die exakte Wiederholung ist die semantische Abdeckung. Google versteht Synonyme und verwandte Begriffe. Wenn du über „SEO-Texte schreiben“ schreibst, sollten auch Begriffe wie „Content erstellen“, „Inhalte optimieren“ oder „Texte für Suchmaschinen“ vorkommen. Das zeigt Google, dass du das Thema umfassend behandelst.
Die Keyword-Dichte als starre Kennzahl ist überholt. Es gibt keinen magischen Prozentsatz, der garantiert funktioniert. Wenn dein Text sich natürlich liest und das Thema umfassend abdeckt, stimmt die Keyword-Balance automatisch.
Für Menschen schreiben, nicht für Maschinen
Der wichtigste Rat klingt paradox: Vergiss beim Schreiben, dass du für SEO schreibst. Konzentriere dich darauf, den besten möglichen Text für deine Leser zu erstellen.
Stell dir eine konkrete Person vor, die deinen Text liest. Was weiß sie bereits? Welche Fragen hat sie? Wo könnte sie verwirrt sein? Schreibe so, als würdest du dieser Person persönlich erklären, worum es geht.
Vermeide Fachjargon, den deine Zielgruppe nicht kennt. Erkläre komplexe Sachverhalte mit Beispielen und Analogien. Sei konkret statt abstrakt – „30% mehr Anfragen in 3 Monaten“ überzeugt mehr als „signifikante Verbesserungen“.
Authentizität zählt mehr denn je. Mit Google SGE und KI-Suche wird original, menschlich geschriebener Content noch wertvoller. Google erkennt, wenn Texte nur aus anderen Quellen zusammenkopiert oder von KI ohne echtes Wissen generiert wurden.
Die optimale Textlänge: So lang wie nötig
„Wie lang muss ein SEO-Text sein?“ ist eine der häufigsten Fragen. Die ehrliche Antwort: So lang, wie er sein muss, um das Thema vollständig zu behandeln.
Studien zeigen, dass die Top-10-Ergebnisse bei Google durchschnittlich 1.500 bis 2.500 Wörter haben. Aber das bedeutet nicht, dass lange Texte automatisch besser ranken. Es bedeutet, dass umfassende Texte, die ein Thema vollständig abdecken, tendenziell länger sind.
Ein 500-Wörter-Text, der eine spezifische Frage perfekt beantwortet, kann besser ranken als ein 3.000-Wörter-Text, der um das Thema herumredet. Länge ohne Substanz ist wertlos. Substanz erfordert manchmal Länge, manchmal nicht.
Orientiere dich am Wettbewerb. Wie lang sind die Top-Ergebnisse für dein Keyword? Das gibt dir einen Anhaltspunkt. Dann frag dich: Kann ich in dieser Länge mehr Mehrwert bieten? Wenn ja, schreibe länger. Wenn die Konkurrenz bereits aufgebläht wirkt, schreibe kürzer und prägnanter.
Meta-Title und Description: Der erste Eindruck
Dein Text kann noch so gut sein – wenn niemand darauf klickt, bringt er nichts. Meta-Title und Description sind deine Werbeanzeige in den Suchergebnissen.
Der Title sollte das Hauptkeyword enthalten, einen klaren Nutzen kommunizieren und neugierig machen. Halte ihn unter 60 Zeichen, damit er nicht abgeschnitten wird. Zahlen und Power-Wörter wie „komplett“, „einfach“ oder „schnell“ erhöhen die Klickrate.
Die Meta-Description hat keinen direkten Ranking-Einfluss, beeinflusst aber die Klickrate massiv. Nutze die 150-160 Zeichen, um zu erklären, was der Leser im Artikel findet. Beende mit einem subtilen Call-to-Action oder einer Frage, die zum Klicken animiert.
Bei Volkweb testen wir verschiedene Title-Varianten für wichtige Seiten. Kleine Änderungen können die Klickrate um 20-30% steigern – und mehr Klicks bedeuten langfristig bessere Rankings.
Interne Verlinkung: Content verbinden
Einzelne Texte sind gut, vernetzte Texte sind besser. Interne Links helfen Lesern, verwandte Inhalte zu finden, und zeigen Google die thematische Struktur deiner Website.
Verlinke natürlich aus dem Fließtext heraus, nicht in separaten „Weiterführende Links“-Boxen. Der Ankertext sollte beschreiben, was den Leser auf der verlinkten Seite erwartet. „Mehr zur Onpage-Optimierung“ funktioniert besser als „Klicke hier“.
Plane interne Links bereits bei der Content-Erstellung. Welche bestehenden Artikel ergänzen den neuen Text? Welche neuen Artikel könnten auf den aktuellen verlinken? Eine durchdachte Content-Strategie berücksichtigt diese Verbindungen von Anfang an.
Lesbarkeit optimieren
Ein Text kann inhaltlich perfekt sein und trotzdem scheitern, weil er schwer zu lesen ist. Lesbarkeit ist ein Ranking-Faktor, weil Google Nutzersignale wie Verweildauer und Absprungrate misst.
Schreibe kurze Sätze. Als Faustregel gilt: Wenn ein Satz mehr als 20 Wörter hat, prüfe, ob du ihn teilen kannst. Variiere die Satzlänge für einen natürlichen Rhythmus, aber halte den Durchschnitt niedrig.
Nutze aktive statt passive Formulierungen. „Google bewertet deinen Text“ klingt lebendiger als „Dein Text wird von Google bewertet“. Aktive Sprache ist direkter, verständlicher und überzeugender.
Sprich den Leser direkt an. „Du“ ist persönlicher als „man“ oder passive Konstruktionen. Es schafft eine Verbindung und hält die Aufmerksamkeit.
Einzigartigkeit: Was nur du bieten kannst
Google hat Milliarden von Seiten indexiert. Warum sollte ausgerechnet dein Text ranken? Weil er etwas bietet, was andere nicht haben.
Einzigartigkeit kann aus verschiedenen Quellen kommen: eigene Erfahrungen und Fallstudien, exklusive Daten oder Umfragen, eine neue Perspektive auf ein bekanntes Thema, tiefere Expertise als die Konkurrenz, oder bessere Aufbereitung komplexer Sachverhalte.
Bei B2B Content Marketing ist diese Einzigartigkeit besonders wichtig. Generische Ratgeber gibt es tausendfach – echte Expertise aus der Praxis ist selten und wird entsprechend belohnt.
Frag dich bei jedem Text: Was kann ich bieten, was die Top-10-Ergebnisse nicht haben? Wenn dir keine Antwort einfällt, recherchiere weiter oder wähle einen anderen Blickwinkel.
Content-Refresh: Alte Texte aktualisieren
SEO-Texte sind nie „fertig“. Google bevorzugt aktuelle Inhalte, und Informationen veralten. Ein regelmäßiger Content-Refresh gehört zur Textpflege.
Prüfe deine wichtigsten Artikel mindestens einmal jährlich. Sind die Informationen noch aktuell? Gibt es neue Entwicklungen, die du ergänzen solltest? Haben sich Rankings verschlechtert, die du durch Updates verbessern könntest?
Oft bringt ein Update eines bestehenden Artikels mehr als ein komplett neuer Text. Google schätzt Seiten, die kontinuierlich gepflegt werden. Und du sparst dir den Aufwand, Autorität von Null aufzubauen.
Der Schreibprozess: Von der Idee zum fertigen Text
Ein strukturierter Prozess macht das Schreiben effizienter und die Ergebnisse besser.
Starte mit der Keyword-Recherche und Wettbewerbsanalyse. Verstehe, was bereits rankt und wo du dich differenzieren kannst. Dann erstelle eine Gliederung mit allen Punkten, die du abdecken willst. Diese Gliederung ist dein Fahrplan.
Schreibe den ersten Entwurf ohne Unterbrechungen. Perfektionismus beim Schreiben blockiert. Bring erst alles zu Papier, optimiere danach. Im zweiten Durchgang kürzt du Überflüssiges, schärfst Formulierungen und prüfst die Struktur.
Abschließend kommt die SEO-Optimierung: Keywords prüfen, Meta-Daten erstellen, interne Links setzen, Bilder mit Alt-Tags versehen. Dieser letzte Schritt sollte nie mehr als 15-20% der Gesamtzeit beanspruchen – wenn der Text gut ist, ist die Optimierung nur Feinschliff.
Häufig gestellte Fragen zu SEO-Texten
Wie oft sollte das Keyword im Text vorkommen?
Es gibt keine magische Zahl oder optimale Keyword-Dichte mehr. Google ist intelligent genug, um das Thema deines Textes auch ohne ständige Wiederholung zu verstehen. Das Keyword sollte im Title, in der H1, in den ersten 100 Wörtern und in ein bis zwei Zwischenüberschriften vorkommen. Im Fließtext verwendest du es so oft, wie es natürlich passt. Wenn du beim Lesen das Gefühl hast, das Keyword wirkt erzwungen, ist es zu viel. Konzentriere dich stattdessen auf semantisch verwandte Begriffe, die das Thema umfassend abdecken.
Kann ich KI wie ChatGPT für SEO-Texte nutzen?
KI-Tools können bei Recherche, Gliederung und ersten Entwürfen helfen. Aber ein reiner KI-Text ohne menschliche Überarbeitung wird selten gut ranken. Google erkennt generischen, oberflächlichen Content – und KI-Texte sind oft genau das. Nutze KI als Assistenz, nicht als Ersatz. Bringe deine eigene Expertise, Erfahrungen und Perspektive ein. Überarbeite jeden KI-Output gründlich. Der Mehrwert eines Textes kommt aus echtem Wissen, nicht aus sprachlicher Glättung.
Wie lang dauert es, bis ein SEO-Text rankt?
Das hängt von vielen Faktoren ab: der Autorität deiner Domain, dem Wettbewerb für das Keyword, der Qualität des Textes und externen Signalen wie Backlinks. Neue Texte auf etablierten Domains können innerhalb von 2-4 Wochen erste Rankings zeigen. Bei neuen Websites oder umkämpften Keywords dauert es oft 3-6 Monate. Manchmal verbessern sich Rankings über ein Jahr hinweg kontinuierlich. Geduld und regelmäßige Optimierung sind wichtiger als schnelle Ergebnisse zu erzwingen.
Sollte ich lieber viele kurze oder wenige lange Texte schreiben?
Qualität schlägt Quantität, und Tiefe schlägt Breite. Ein umfassender Pillar-Artikel mit 2.500 Wörtern, der ein Thema vollständig abdeckt, bringt meist mehr als fünf oberflächliche 500-Wörter-Texte. Aber das bedeutet nicht, dass jeder Text lang sein muss. Manche Fragen lassen sich in 800 Wörtern perfekt beantworten. Orientiere dich an der Suchintention und am Wettbewerb. Die richtige Länge ist die, die das Thema vollständig behandelt, ohne aufzublähen.
Wie messe ich den Erfolg meiner SEO-Texte?
Die wichtigsten Metriken sind organischer Traffic auf dem Artikel, Rankings für die Ziel-Keywords, Verweildauer und Absprungrate sowie Conversions, die der Text generiert. Nutze Google Analytics und die Search Console für diese Daten. Bewerte nicht nur einzelne Texte, sondern auch deren Beitrag zur Gesamtperformance. Ein Ratgeber-Artikel, der keine direkten Leads bringt, aber tausende Besucher anzieht und die Domain-Autorität stärkt, ist trotzdem wertvoll. Die richtigen SEO KPIs hängen von deinen Zielen ab.



